DER UMGANG MIT STRESS IM ALLTAG

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ampf oder Flucht? Die Antwort auf diese Frage war eine Frage von Leben und Tod in früheren Zeiten und Evolution brachte eine brillante Antwort: Stress.

Die Vorzeit ist lange vorbei, aber der Mechanismus ist immer noch der gleiche. Heutzutage reicht das Klingeln des Telefons aus, um denselben uralten Verteidigungsmechanismus auszulösen. Es ist ein Fehlalarm, der unsere Energie auffrisst und uns schließlich krank machen kann. Kopfschmerzen, Anspannung, Schlaflosigkeit, Ärger, leichte Reizbarkeit – es gibt viele Symptome, die mit Stress zusammenhängen.

 

Probleme mit psychosozialen Beziehungen sind einer der Hauptauslöser von Stress und Angst. Kaum vergleichbar mit den Situationen, die unsere Vorfahren im Alltag erlebt haben.

 

Aber auch wenn die heutigen Bedrohungen nur imaginär sind, bleibt die biologische Reaktion dieselbe.

Probleme mit psychosozialen Beziehungen sind einer der Hauptauslöser von Stress und Angst. Kaum vergleichbar mit den Situationen, die unsere Vorfahren im Alltag erlebt haben.

STRESS IST DIE ANGST, DIE WIR NICHT KONTROLLIEREN KÖNNEN 

 

Die ständige Alarmbereitschaft verursacht psychische Schäden. Es entsteht ein „inneres Chaos“, das uns aus dem Gleichgewicht bringt und anstrengend wird. Schließlich kann es zu Ermüdung oder sogar zum Burnout kommen. Stressoren werden unkontrollierbar, wenn wir nicht die richtigen Antworten finden. Der übergeordnete Druck führt häufig zu Depressionen und dem Gefühl, bedroht zu sein, und kann auf lange Sicht Angststörungen verursachen

ES HILFT ZU ÜBEN – UND NICHT DEN KÖRPER GERADE

 Körperliche Fitness ist der Schlüssel, um widerstandsfähig gegen Stress zu sein. Übung macht uns aufmerksamer, fokussierter, empfänglicher und verbessert unsere Wahrnehmung. Wir können mehr Ressourcen gegen Stress sammeln, und während unser Körper arbeitet, kann unser Geist wertvolle Momente des Friedens finden. Das Trainieren unseres Geistes kann auch gesund sein. Studien haben gezeigt, dass mentales Training genauso effektiv ist wie körperliche Betätigung, um mit Stress besser umzugehen.

 

 

 

 

FURCHT VERLIEREN DURCH ACHTSAMKEIT

 Bewährte Techniken und Übungen der Achtsamkeit, der progressiven Muskelentspannung und des autogenen Trainings können die Selbstwahrnehmung verbessern. Auf diese Weise lernen wir, Wut und das konstante Grübeln vorbeiziehen zu lassen, bevor sie unseren Körper und Geist mit Angst bedecken können. Die Techniken können uns auch auf die Schwachstellen in unserem Körper hinweisen.

 

PFLEGE FÜR IHREN KÖRPER

Stress beginnt in Ihrem Kopf und wirkt sich dann auf Ihren Körper aus. Es ist wichtig, sich dieser Einheit von Körper und Geist bewusst zu sein, wenn Sie Stress effektiv bewältigen wollen. Eine mangelnde Pflege für unseren Körper wird uns wieder belasten – zum Beispiel mit Anspannung und Schmerzen. Körperpflege kann sehr unterschiedliche Dinge bedeuten, von ausgewogener Ernährung bis hin zu Bewegung und Achtsamkeit. All dies bildet die Grundlage für ein effektives Stressmanagement. Je früher wir dies erkennen, desto schneller können wir ein Leben beginnen, das erfüllter und freier ist.

Studien haben gezeigt, dass diese Art von Rückzug in unser inneres Bewusstsein Schmerzen wirksamer lindern kann als starke Schmerzmittel und auch zur Behandlung von Angststörungen eingesetzt wird. Hinzu kommen eine erhöhte geistige Leistungsfähigkeit und Stressresistenz sowie viele weitere Vorteile.

 

Achtsamkeit, Meditation, Yoga und andere Formen der Entspannung haben in der heutigen Wahrnehmung der Massen einen besonderen Fokus bekommen. Dennoch verbinden viele Menschen diese Praktiken immer noch mit Spiritualität und Esoterik und sind daher eher skeptisch.

 

Aber wie umfangreiche Studien und Untersuchungen gezeigt haben, funktionieren diese Praktiken tatsächlich. Aber warum funktionieren sie?

 

Das liegt nicht daran, dass du mit einem Lehrer zusammenarbeitest oder die alte Weisheit des Buddhismus studierst oder deinen Zen oder etwas Ähnliches findest. Diese Techniken funktionieren, weil sie deinen Verstand schulen und das sind gute Nachrichten. Besonders für Skeptiker.

 

Denn um sein Denken zu trainieren, muss man an nichts glauben. Außer an die eigene Fähigkeit, sich zu verändern.

 

Wenn du glaubst, dass du die Fähigkeit hast, in deinem Leben die Kontrolle und Verantwortung zu übernehmen, kannst du Entlastung für dein individuelles Stress Problem finden. Wenn du dies nicht tust, empfehlen wir dir, dich ein wenig mit der Wissenschaft des Gehirns und der sogenannten Plastizität des Gehirns zu beschäftigen. Ein guter Anfang ist dieses Video:

 

Die Antwort auf dein Stressproblem ist so individuell wie das Problem an sich. Daher können wir dir nicht sagen, welcher Weg für dich funktionieren wird. Das einzige, was wir dir zeigen können, ist die allgemeine Theorie, die darauf abzielt, Stress abzubauen und deine Stressresistenz zu erhöhen.

 

Die heutigen Probleme mit Stress liegen in unserer abnehmenden Fähigkeit, sich auf den Moment zu konzentrieren. Anstatt im Hier und Jetzt anwesend zu sein, leben wir in der Zukunft (normalerweise ausgedrückt durch Angst) oder bleiben in der Vergangenheit (normalerweise ausgedrückt durch Bedauern). Das Leben in der Zukunft oder Gegenwart raubt uns die Fähigkeit, sich im Moment zu entspannen, da unser Geist einem ständigen emotionalen Druck ausgesetzt ist. Besonders, wenn wir Angst oder Bedauern oder andere unangenehme Gefühle empfinden.

 

Die simple Lösung für dieses Problem besteht darin, zu lernen, in der Gegenwart zu leben. Konzentriere dich auf das, was du tust, ohne dich von den Fehlern deiner Vergangenheit oder den Bedrohungen deiner Zukunft ablenken zu lassen. Simpel ist jedoch nicht gleich einfach.

 

Wie du diesen Fokus erreichst, hängt davon ab, wer du bist. An was du glaubst und nach was für Prinzipien du lebst. Wenn du an die Weisheiten alter Kulturen glaubst, wird es dir leichter fallen, diesen Fokus beispielsweise durch Meditation und Yoga zu finden. Wenn du eher skeptisch bist, aber an die Kraft der Wissenschaft glaubst, kannst du diesen Fokus finden, indem du deinen Stress misst und Stressmuster in deinem täglichen Leben erkennst.

 

Der erste Schritt für dein individuelles Problem ist, dich selber kennenzulernen. Welche Art von Person bist du? Dies wird deine Frage beantworten, wie du am besten lernst, dich zu konzentrieren.

 

Mit Fokus kannst du deinen Stress überwinden.